Ivenacker Eichen

Die Ivenacker Eichen ein bekannter Ausflugsort. Das ehemalige Ritterguts-Dorf Ivenack (900 Einwohner) ist ein unter anderem wegen seiner landschaftlich schönen Lage bekannter Ausflugsort in der Region Mecklenburgische Seenplatte. Ivenack ist berühmt für seine sechs 1000jährigen Eichen, die am nördlichen Gemeinderand zusammen mit dem örtlichen Schloss das Zentrum des 70 Hektar großen Tiergartens Ivenack im Naturschutzgebiet Ivenack bilden. Die Ivenacker Eichen sind Relikte der im Mittelalter und der Frühen Neuzeit in vielen Gebieten Deutschlands gängigen agrarischen Wirtschaftsform des auch oft Hude genannten Hütewalds. Bei dieser Form der Viehwirtschaft wurden Schweine in Eichenwälder getrieben, wo sie sich mit mit den Eicheln mästen konnten. Im Ergebnis dieser Beweidung entstanden lichte Wäldern, in denen sich relativ wenige, weitkronige Eichen mit teilweise erheblichem Alter entfalten konnten. Die ursprünglich im Besitz des örtlichen Zisterzienserinnenklosters stehende Ivenacker Waldweide diente vom 13. Jahrhundert bis zum 17. Jahrhundert der Schweinemast und ab 1710 als umzäuntes Wildgatter, in dem bis 1929 Damwild gehalten wurde. 1974 wurde mit der Gründung des Tiergartens an diese Tradition angeknüpft und der inzwischen aufgeschossene Neuwald zurückgestutzt. Die älteste der seitdem wieder frei stehenden Stieleichen, die Ringeiche, ist 35 Meter hoch. Ihr Stamm umfasst mehr als zehn Meter und und hat einen Kronendurchmesser von fast 30 Metern. Mit einer Holzmasse von fast 200 Festmetern gilt diese Ivenacker Eiche als die größte Eiche Deutschlands. Das Alter der Ivenacker Eichen-Senioren, die alle innen hohl sind, ist nicht eindeutig feststellbar. Seriöse Schätzungen gehen von Baumbiographien aus, die zwischen 570 und 850 Jahren liegen. Die mächtigen Bäume sollen, der Sage nach,vom Teufel verholzte Nonnen sein.

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