Das Schweriner Schloss

Das Schweriner Schloss das Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Das imposante, im Wesentlichen durch Um- und Überbauung älterer, zum Teil aus dem 10. Jahrhundert stammender Gebäudeteile und Fundamente entstandene Schweriner Schloss ist in seiner heutigen Gestaltung zwischen 1843 und 1857 erbaut worden. Es ist nicht nur das Wahrzeichen der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt, sondern des gesamten Bundeslandes. Das im Neorenaissance-Stil erbaute Prachtgebäude gilt als eines der wichtigsten Architekturbeispiele des romatischen Historismus. Bei der Gestaltung der Schlossfassade mit seinen Türmen und Spitzgiebeln orientierten sich die hauptverantwortlichen Architekten Friedrich August Stüler und Georg Adolph Demmler am berühmten Loire-Schloss Chateau Chambord. Markant ist eine in die Vorderfront eingelassene Reiterfigur. Das Denkmal stellt den Slawenfürsten Niklot dar, den Stammvater der mecklenburgischen Großherzöge. Das Schloss liegt umgeben von einer Parklandschaft auf einer Insel im Schweriner See. Früher Großherzogs-Residenz diente es zu DDR-Zeiten als Schul- und Museumsgebäude. Auch heute werden Thronsaal und Ahnengalerie sowie weitere Räume für Ausstellungszwecke genutzt. Das Staatliche Museum Schwerin zeigt hier auf mehreren Etagen vor allem Gemälde, Plastiken und Kunsthandwerk aus dem 19. Jahrhundert. Mehrere Trakte des Schlosses sind seit 1990 dem Landtag und der Landtagsverwaltung vorbehalten. Aber das Schloss ist nicht nur legislatives und kulturelles Zentrum, sondern soll auch das Zuhause des legendären Petermännchens, des Stadt-Kobolds von Schwerin, sein. Alljährlich ist das Schweriner Schloss, zu dem auch ein sehenswerter Schlosspark mit Orangerie gehört, repräsentative Kulisse für die im „Alten Garten“ seit 1993 veranstalteten Schlossfestspiele.

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