Cap Arcona

Cap Arcona ein Denkmal auf der Insel Poel. Es ist nur ein schlichtes Denkmal in der kleinen Gemeinde Am Schwarzen Busch auf der Insel Poel. Dennoch steht es für eine der großen Tragödie, die sich in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges abspielten. Sie kostete etwa 6.400 Menschen das Leben kamen. 28 von ihnen wurden hier tot an Land gespült und auf dem Inselfriedhof in Kirchdorf bestattet.Die eigentliche Katastrophe ereignete sich am 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht zwischen Neustadt und Scharbeutz. Hier lag neben anderen Schiffen auch der Luxusdampfer Cap Arcona vor Anker. Nur hatte er weder betuchte Passagiere an Bord, noch rüstete er sich zu einer Kreuzfahrt. Stattdessen hatte man Häftlinge aus den Konzentrationslagern Neuengamme und Fürstengrube hierher gebracht und auf der Cap Arcona eingeschifft. Ãœber das Ziel dieser letzten Aktion der Nazis gibt es bis heute nur Vermutungen. Möglich, dass man sich der Häftlinge auf diese Weise entledigen wollte, vielleicht sollten sie aber auch als Unterpfand für Verhandlungen mit den Alliierten dienen. Tatensache jedoch ist, dass die Cap Arcona gemeinsam mit den anderen Schiffen von britischen Bombern, die sie für Truppentransporter hielten, angegriffen wurde und schließlich in Brand geriet. Man stelle sich das Entsetzen der Häftlinge vor, die zunächst glaubten, sie würden von den Britten gerettet werden. Selbst auf die Menschen, die ins Wasser gesprungen waren, wurde noch geschossen. Wer den Kugeln entkam, ertrank oder erfror im eisigen Wasser oder wurde an Land von den Wachmannschaften quasi hingerichtet. Eintreffende Rettungsboote kümmerten sich zunächst vorrangig um die Besatzung. Am Ende überlebten nur wenige der Häftlinge.

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